Juli 14, 2008

Rabatte und Preisbindung im Möbelhandel

Eine interessante email erhielt ich heute:

Der Möbelhandel hat inzwischen die "Schlacht" mit Rabatten und Prozenten (weitgehend) aufgegeben. Aber er feilt längst an anderen Methoden, den Möbelkäufern möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Dennoch hat die Rabattitis Spuren hinterlassen. Ich habe den Eindruck, dass viele Möbelkäufer neuerdings mutiert sind zu - ich bezeichne das mal so, ohne Häme - Rabattbettlern. Dazu zitiere ich die Zuschrift eines (anonym bleibenden) Lesers:

"Hallo, ich möchte anregen, doch mal das Thema Preisbindung anzusprechen. Beispielhaft sei hier folgender Fall geschildert:

Ich habe von der Firma F. aus E. ein an mich persönlich adressiertes Schreiben erhalten, wonach an drei Tagen auf alle Möbel 25% Rabatt eingeräumt würden. Ausgenommen seien nur Werbeartikel, reduzierte und preisgebundene Ware. Mir schwebte vor, an den Aktionstagen Stühle der Marke Now! by hülsta zu kaufen und dabei den Rabatt zu nutzen, denn die Firma Hülsta als Hersteller der Möbel hatte mir zuvor schriftlich bestätigt, dass die Händler die Preise für ihre Artikel frei kalkulieren dürften.

Als ich dann bei F. eintraf und mich auf die Rabattversprechungen berief, verweigerte man mir diesen. Angeblich sei Hülsta preisgebunden. Dank meines Schriftverkehrs konnte ich das Gegenteil beweisen. Nun räumte man ein, eine Preisbindung wäre gesetzlich gar nicht zulässig, es gäbe sie also nicht. Trotzdem bekam ich den ausgelobten Rabatt nicht. M. E. ein Fall von Nepper, Schlepper, Bauernfänger.

Ich habe den Fall schon der Verbraucherzentrale und der IHK gemeldet, da nur solche Institutionen Wettbewerbsverstöße gegen das UWG verfolgen lassen können. Allerdings habe ich Zweifel, dass man dem auch wirklich nachgeht. Vielleicht ist das aber etwas für Ihren Newsletter, als Warnung der anderen Kunden vor o.g. unseriöser Firma? Mit freundlichen Grüßen, A. M."

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